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Gäbe es kein „Monster Hunter“, wäre die PlayStation Portable wohl ein kleines Licht. Besonders in Japan sind die „Monster Hunter Portable“ – Spiele (nur im Westen lautet der Titel „Monster Hunter Freedom“) beispiellos erfolgreich – es vergeht keine Woche, in der es sich kein „Monster Hunter“ weit oben in den Verkaufscharts gemütlich macht. Aber auch in den Vereinigten Staaten von Amerika und bei uns in Deutschland gibt es hunderttausende Fans der Serie. Und endlich gibt es Nachschub für alle deutschen Jäger! Ab dem 26. Juni 2009 steht das in Japan seit März 2008 erhältliche „Monster Hunter Portable 2nd G“ als „Monster Hunter Freedom Unite“ in den Läden. Ein gänzlich neues Spiel dürft ihr allerdings nicht erwarten: „Monster Hunter Freedom Unite“ ist im Prinzip nur eine erweiterte Version von „Monster Hunter Freedom 2“. Es gibt dutzende neue Missionen, eine Hand voll neue Monster, einige neue Gegenstände und die Möglichkeit, eines eurer Katzentiere mit auf die Jagd zu nehmen. Wenn ihr „Monster Hunter Freedom 2“ gespielt haben solltet, könnt ihr sogar euren Charakter nach „Monster Hunter Freedom Unite“ übertragen und euch sofort auf die neuen Missionen und Monster stürzen.
Wenn ihr ein erfahrener „Monster Hunter“ – Spieler seid, werdet ihr euch nun vermutlich fragen, ob fünf neue Monster und einige neue Missionen 36 Euro wert sind: Ja, das sind sie. Die neuen Biester sind richtige Brocken, die ihr definitiv nicht im Vorbeigehen besiegt. Alleine mit Lavasioth dürftet ihr einige Stunden beschäftigt sein. Aber so ist „Monster Hunter“ nun mal. Falls ihr noch nie zuvor Kontakt zu einem der Serienteile gehabt haben solltet, will ich euch an dieser Stelle erklären, um was genau es in „Monster Hunter“ geht: Im Grunde verrät der Name schon das gesamte Konzept, es geht natürlich um Jagden auf gefährliche Monster, welche die Umgebung eures Dorfes unsicher machen. Eine richtige Geschichte bietet „Monster Hunter“ seit jeher nicht, aber das ist auch gar nicht nötig. Mit „Monster Hunter Freedom Unite“ und Co. könnt ihr je locker 500 Stunden beschäftigt sein – und welche Geschichte bietet schon genügend Stoff für so eine lange Zeit? Für die extrem lange Spielzeit sind aber nicht nur die vielen Missionen verantwortlich, sondern auch der mörderisch hohe Schwierigkeitsgrad. „Monster Hunter“ ist nicht „Deer Hunter“ – wenn ihr euch unvorbereitet auf den Weg macht, seid ihr wenige Minuten später tot.
ALLE Jagden benötigen viel Vorbereitungszeit, eure Ausrüstung muss wohl überlegt und den Umständen entsprechend angepasst sein. Und dann benötigt ihr natürlich auch noch eine fruchtende Strategie. Mit „einfach draufhauen“ seid ihr nur selten erfolgreich. Ihr müsst geschickt Fallen platzieren, Bomben einsetzen und die wunden Punkte der Monster ausfindig machen. Und selbst wenn ihr eigentlich optimal vorbereitet seid, kann alles in die Hose gehen, wenn ihr völlig unerwartet von einem weiteren Monster attackiert werdet. Euer neuer katziger Begleiter ist wohl nicht sonderlich stark, aber dennoch außerordentlich nützlich – das Vieh kann zum Beispiel wunderbar ein Monster ablenken, während ihr euch an dieses heran pirscht. Am effektivsten könnt ihr jedoch vorgehen, wenn ihr drei Freunde mit auf die Jagd nehmt. Das funktioniert allerdings nur via Ad-Hoc-Modus, nicht aber über das Internet. Seid ihr zusammen unterwegs, bringt ihr dicke Brocken deutlich schneller zu Fall. Sofern ihr noch kein Profi seid, könnt ihr einige Monster sogar nur dann besiegen, wenn ihr als Team auftretet. Dummerweise hat man nicht jederzeit drei Leute an der Hand, die eine PlayStation Portable und das Spiel besitzen…
Leider hat Capcom die Kameraführung nicht optimiert. Im Eifer des Gefechts passiert es immer wieder, dass ihr unverhofft getroffen werdet – und das ist mitunter sehr frustrierend. Allerdings dürft ihr neuerdings Spieldateien auf dem Memory Stick Pro Duo abspeichern, um die Ladezeiten spürbar zu verkürzen. Das benötigt zwar nahezu 600 MB, lohnt sich aber wirklich – im Test waren die Ladezeiten nach der Installation kaum noch halb so lang wie vorher. Grafisch ist „Monster Hunter Freedom Unite“ einen Tick besser als „Monster Hunter Freedom 2“. Ich weiß, dass das Spiel auf den Screenshots mitunter furchtbar aussieht, doch in Bewegung hinterlässt „Monster Hunter Freedom Unite“ einen wirklich guten und detailreichen Eindruck. Nach wie vor überzeugen kann auch der Sound, seit „Monster Hunter Freedom 2“ hat sich hier allerdings nichts getan.
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| SCREENSHOTS |
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