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PSP-Besitzer dürfen sich diesen Herbst nicht nur über eine Umsetzung von „Tekken 6“ freuen, sondern auch über „Soul Calibur: Broken Destiny“. Was das Prügelspiel für unterwegs zu bieten hat, erfahrt ihr in unserem Review! „Soul Calibur: Broken Destiny“ setzt auf das Kämpfer-Lineup von „Soul Calibur IV“, verzichtet aber auf die nicht bei allen Spielern beliebten „Star Wars“ – Charaktere, namentlich Yoda, Darth Vader und Starkiller. Neu mit dabei ist dafür ein schräger Typ namens Dampierre und, man höre und staune, Kratos aus Sonys Vorzeige-Serie „God of War“. Über Dampierre kann man durchaus geteilter Meinung sein, doch Kratos ist wie immer ein ausgesprochen cooles Früchtchen, das mit vielen Kampf-Optionen zu überzeugen weiß. Nun gut, diese bieten aber auch alle anderen Charaktere – „Soul Calibur: Broken Destiny“ bleibt da ganz der Serien-Tradition treu. Auf Grund dieser vorbildlichen Treue gelingt auch selbst den Prügelspiel-Neulingen unter euch der Einstieg relativ einfach. Kämpfe könnt ihr prinzipiell mit wildem Knöpfchen-Gedrücke gewinnen, dass das aber nicht der Sinn des Spiels ist, zeigt der neue Gauntlet-Modus. Dieser fungiert auf den ersten Blick als Story-Modus, werden hier doch viele – mitunter komische – Details zu den verschiedenen Kämpfern enthüllt. Doch in Wahrheit ist der Gauntlet-Modus ein mehrere Dutzend Levels umfassendes Tutorial, das euch in die Tiefen des Kampfsystems einweist.
Hier lernt ihr zum Beispiel, wie ihr bestimmte Angriffe abwehrt oder wie ihr euch aus brenzligen Situationen rettet. Erfreulich ist, dass euch das Spiel meist ziemlich genau erklärt, was ihr machen müsst – allerdings erst nach eurem ersten Fehlversuch. Sofern ihr gut mit „Soul Calibur IV“ vertraut seid, dürfte euch der Gauntlet-Modus ziemlich schnell langweilen – für die Anfänger unter euch ist er aber vorzüglich (und das trotz der mitunter dämlichen Story-Häppchen!). Einen klassischen Trainings-Modus gibt es natürlich auch. Des Weiteren existieren drei unterschiedliche Trial-Modi: Trial of Attack, Trial of Defense und Endless Trial. In Trial of Attack bekommt ihr Punkte für das aneinander ketten von Attacken, in Trial of Defense werden hingegen Defensiv-Handlungen honoriert. Endless Trial ist zu guter Letzt eine kleine Mogelpackung: Punkte werden hier nicht abhängig von der Anzahl besiegter Gegner vergeben, sondern für Kampfhandlungen. Zwischen den Kämpfen wird eure Lebensenergie außerdem stets komplett aufgeladen, einen richtigen Survival-Modus dürft ihr also auf keinen Fall erwarten. Die Einzelspieler-Erfahrung ist somit begrenzt, einen Online-Modus bietet das Spiel nicht, dafür aber einen vorbildlich funktionierenden Ad-Hoc-Modus. Duelle mit Freunden machen immer wieder aufs Neue Spaß. Eine Game-Share-Funktion gibt es allerdings nicht, ihr benötigt also zwei Exemplare des Spiels. Entsprechend dürften die meisten von euch regelmäßig Probleme haben, einen Mitspieler zu finden.
Wenn ihr dann aber doch mal einen habt, könnt ihr euch ganz Lag-frei gegenseitig die Hintern versohlen. Natürlich wäre ein Online-Modus wünschenswert gewesen, doch ein solcher ist immer so eine Sache für sich. Prinzipiell ist es einfach, einen in ein Spiel zu integrieren – ungleich schwieriger ist es allerdings, ihn gut funktionieren zu lassen. Denn was bringt uns schon ein Online-Modus, der nur Lag-verseuchte Matches ermöglicht oder nur in einem von 50 Fällen überhaupt funktioniert? Und dass „Soul Calibur: Broken Destiny“ ein Spiel ist, in dem das Timing wichtig ist, macht die ganze Angelegenheit nicht einfacher. Genug lamentiert. Ein weiterer erwähnenswerter Aspekt des Spiels ist der umfangreiche Editor. Hier könnt ihr bereits bestehende Kämpfer neu einkleiden oder gleich ganz neue Charaktere erstellen. Die Kleidung / Bewaffnung wirkt sich im Übrigen nicht mehr auf die Performance eures Alter Egos aus – das ist ärgerlich, geht dem Spiel so doch etwas taktische Tiefe verloren. In Bezug auf Grafik und Sound leistet sich „Soul Calibur: Broken Destiny“ keine Patzer – in beiden Bereichen ist das Spiel top. Doch können diese Exzellenz-Leistungen nicht über die spielerischen Macken hinwegtäuschen.
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| SCREENSHOTS |
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