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Anno 2004 gehörte „Obscure“ definitiv zu den Spielen, die mich äußerst positiv überrascht haben, obwohl ich eigentlich etwas ganz anderes erwartet hatte. Für alle, die das Spiel nicht kennen: „Obscure“ war ein Survival Horrorspiel, das die Geschichte einer Gruppe Teenager erzählte, die an ihrer Highschool in unheimliche Ereignisse verstrickt wurden. Die Besonderheit des Spiels war zweifelsohne der Zweispielermodus – weder „Resident Evil“, noch „Silent Hill“ konnten dieses Feature bisher bieten. Mit „Obscure: The Aftermarh“ steht nun der Nachfolger auch für die PSP in den Startlöchern. In „Obscure: The Aftermath“ könnt ihr euch auf ein Wiedersehen mit den „Helden“ des ersten Teils freuen – mittlerweile besuchen diese jedoch die Fallcreek University, die entsprechend zu einem wichtigen Handlungsort im zweiten Teil wird, denn an der Universität ist irgendetwas faul...
Überall auf dem Campus wachsen auf einmal seltsame Blumen, die von den Studenten schnell als Drogen missbraucht werden, da sie einen bei Konsumierung auf einen ganz besonderen Trip schicken. Doch bleibt es nicht bei Halluzinationen und ratzfatz findet sich unsere sechsköpfige Studententruppe in einem realen Alptraum wieder. Diese Geschichte mag nun reichlich seltsam klingen, aber genauso soll „Obscure: The Aftermath“ auch sein. Schade ist nur, dass die Geschichte im gesamten Spielverlauf nie wirklich fesseln kann – so kann das Spiel sein volles Potenzial nicht entfalten. Spielerisch bekommt ihr dennoch ordentliche Kost geboten und das tröstet über den eben erwähnten Mangel etwas hinweg. „Obscure: The Aftermath“ spielt sich eigentlich genauso wie der Vorgänger und entsprechend setzt das Spiel auf simple Rätsel und simple Kämpfe. Zuletzt genannte dürfen in einem Survival Horrorspiel ja nicht fehlen. Für die Kämpfe mit den Monstern stehen euch im Laufe des Spiels zahlreiche Waffen, darunter Baseballschläger und Pistole, zur Verfügung.
Ihr müsst vor den Monstern aber keine Angst haben, denn diese haben nichts auf dem Kasten und sind in der Regel nur Opfer für euch. Interessanter sind da schon die Rätsel, denn viele von diesen erfordern die speziellen Fähigkeiten einiger Charaktere und daher seid ihr auch fast immer mit zwei Leuten unterwegs. Und wenn es mit der gewählten Charakterkombination mal nicht weitergeht, lauft ihr eben zum Sammelpunkt und tauscht die Charaktere aus. Richtige Kopfnüsse dürft ihr bei den Rätseln nicht erwarten, normalerweise müsst ihr zum Beispiel nur Kisten verschieben, einen besonderen Gegenstand finden oder ein Schloss knacken. Wenn ihr gerade einen Freund mit einer PSP und einem zweiten Spiel bei euch zu Hause habt, könnt ihr diesen euren zweiten Charakter spielen lassen. Dieser kooperative Modus ist die Angelegenheit, die dieses Spiel so interessant macht – da besteht gar kein Zweifel.
Obwohl „Obscure: The Aftermath“ ein Survival Horrorspiel ist, so ist das Spiel dennoch nie wirklich unheimlich, sondern maximal hin und wieder spannend. Ja, das ist schon etwas enttäuschend und wenn man diese Sache in Kombination mit der schwachen Geschichte betrachtet, so wird einem sofort klar, dass „Obscure: The Aftermath“ definitiv in einer anderen Liga als „Resident Evil“ oder „Silent Hill“ spielt. Zudem gibt es hin und wieder ein Problem mit der Kamera, denn diese wird in hektischen Situationen gerne selber hektisch – und verwehrt euch so die Übersicht. Manuelles nachjustieren ist zwar möglich, aber im Eifer des Gefechts nicht einfach. Grafisch geht das Spiel dafür voll und ganz in Ordnung. Zwar wäre heutzutage deutlich mehr möglich gewesen, aber „Obscure: The Aftermath“ weiß dennoch zu überzeugen. Der Sound hat mit dafür wirklich gut gefallen – er passt sehr gut zum Geschehen und trägt dann doch noch etwas zu einer netten Atmosphäre bei.
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