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Manche „Star Wars“ – Spiele sind richtig gut, andere unter aller Kanone. „Star Wars Battlefront: Elite Squadron“ für PlayStation Portable platziert sich irgendwo zwischen diesen beiden Extrem-Kategorien, wobei das Pendel klar in Richtung „gut“ ausschlägt. Der Einzelspielermodus erzählt die Geschichte von zwei Elite-Klonkriegern, die während der Klonkriege zahlreiche gefährliche Aufgaben zu meistern haben. „Star Wars Battlefront: Elite Squadron“ präsentiert sich hier als ein klassischer Third-Person-Shooter und so erwartet euch ganz viel Action. Dabei kommt die Geschichte aber keineswegs zu kurz: Ich möchte keine Details verraten, aber ihr bekommt viel zu sehen, was ihr vorher definitiv noch nicht gesehen habt. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass es Entwickler Rebellion mit dem Spiel ernst gemeint hat. Ihr müsst euch nicht mit irgendwelchen dämlichen Dialogen herumschlagen, dürft allerdings auch keine Erzählung auf dem Niveau der Filme erwarten. Solltet ihr irgendein anderes „Star Wars Battlefront“ – Spiel kennen, dann müsste euch klar sein, dass der Einzelspielermodus im Prinzip nicht mehr als eine Art Trainingsmodus ist.
Das Hauptaugenmerk des Spiels liegt auf Mehrspielerschlachten. Am interessantesten ist der Spielmodus „Eroberung“. In diesem treten zwei acht Mann starke Teams gegeneinander an und wer als erster 1000 Punkte hat, der gewinnt. Ihr könnt zwar über das Internet spielen, doch solltet ihr dennoch nicht ausreichend viele Mitspieler finden, übernimmt der Computer die verbliebenen Charaktere. Er kämpft ganz gut, doch mit anderen Spielern gemeinsam zocken macht schlicht und ergreifend mehr Spaß. Die besagten 1000 Punkte bekommt ihr am schnellsten zusammen, wenn ihr die Schiffsysteme des Gegners zerstört. Dafür müsst ihr zuerst eine besonders mächtige Kanone erobern, das jeweilige Schiff dann invasionsreif schießen und es anschließend erstürmen und den Reaktor zerstören. Klingt irgendwie nach „Battlefield 2142“, oder? Macht nichts, denn „Battlefield 2142“ war sehr gut und auch in „Star Wars Battlefront: Elite Squadron“ funktioniert das Konzept ganz wunderbar.
Schade ist allerdings, dass die Steuerung eurer Spielfigur mitunter ziemlich träge ist: Wenn ihr von hinten attackiert werdet, habt ihr meist keine Chance. Ärgerlich ist auch, dass die Schlachten im Weltraum so lahm sind. Zu spannenden Dogfights kommt es hier praktisch nie, da der Kampf auf größere Entfernung regelmäßig schnell zum Erfolg führt. Am Boden wartet wiederum eine Vielzahl von Vehikeln auf euch, vom Snowspeeder bis hin zum AT-ST ist alles vertreten. Der Eroberungsmodus ist definitiv der Ort, an dem ihr die meiste Zeit verbringt. Doch gibt es auch noch andere Spielmodi: In „Capture the Flag“ müsst ihr die Flagge des Gegners mopsen und verhindern, dass euch dasselbe passiert. „Galaktische Eroberung“ ergänzt das klassische Spielprinzip durch rundenstrategische Aspekte. Hier geht es darum, alle Gebiete auf der Karte zu erobern und die Feinde zu vernichten. „Star Wars Battlefront: Elite Squadron“ wäre nun aber kein richtiges „Star Wars Battlefront“, wenn ihr mitunter nicht auch in die Rollen der Helden schlüpfen könntet. Von Zeit zu Zeit erscheint eine Abfrage auf dem Bildschirm, bejaht ihr diese, seid ihr fortan für eine gewisse Zeit zum Beispiel Luke Skywalker oder Darth Vader.
Im Gegensatz zu den regulären Charakteren lassen sich die Helden nicht personalisieren, ihr könnt sie also nicht mit neuen Waffen und anderen Gegenständen ausrüsten. Bei den normalen Kriegern ist das jederzeit gegen virtuelles Geld möglich. Dafür besitzen die Helden mächtige Spezialtechniken, die sie zwar nicht unbesiegbar machen, ihnen aber dennoch einen entscheidenden Vorteil geben. Als Held spielen macht definitiv Spaß! Weniger Spaß macht, dass das Spiel gerne ruckelt, wenn mal etwas mehr los ist – und das ist andauernd der Fall. Die Ruckeleinlagen behindern den Spielspaß leider spürbar, da ihr mitunter nicht mehr richtig kämpfen könnt. Auch grafisch hinterlässt „Star Wars Battlefront: Elite Squadron“ einen etwas veralteten Eindruck: Viele Texturen sind einfach hässlich. Die PlayStation Portable kann deutlich mehr! Dafür ist der Sound mit seinen typischen „Star Wars“ – Klängen wirklich gelungen.
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| SCREENSHOTS |
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